Grundnahrungsmittel

Getreideprodukte spielen schon seit etwa 10.000 Jahren eine wichtige Rolle in der menschlichen Ernährung. Damals wurden die wild wachsenden Getreidearten mühsam mit einem Mörser, später mit einem Mühlstein gemahlen. Die ältesten Reibstein-Mühlen werden auf das dritte Jahrtausend v. Chr. datiert. Sie wurden in Ägypten entdeckt.

Die bekannten Wassermühlen sind etwa 2.500 Jahre alt. Mühlen wurden ebenfalls mit Wind, Muskel- und Motorenkraft betrieben. Sie wurden nicht nur zum Mahlen von Getreide verwendet, sondern auch zum Herstellen von Öl, Papier, Holz und vielen weiteren Produkten. Am bekanntesten sind die Holländerwindmühle und die Bockwindmühle.Die Herstellung von Getreideprodukten erfolgt heutzutage ausschließlich durch Maschinenkraft. Wo früher der Müller schwere Säcke herumschleppen musste, überwachen heute so genannte Verfahrenstechnologen der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft – die sich aber immer noch stolz Müller nennen – die Abläufe.Es gibt über 1.700 Getreidemühlen in Deutschland, davon sind rund 620 noch in Betrieb. Sie sind leicht an ihren hohen Bauten erkennbar – von ihrem ursprünglichen Äußeren haben sie sich weit entfernt. Aber sie sind auch heute noch meist in der Nähe von Wasser oder inmitten des Getreideanbaugebietes zu finden.

Mit knapp einem Drittel macht Weizen den größten Teil der Weltgetreideernte aus. Er zeichnet sich besonders durch seinen hohen Anteil an Ballaststoffen, Vitamin B1, Phosphor und Kalium aus. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten: dem Weich- oder Hartweizen.Der Weichweizen ist die am meisten angebaute und bedeutendste Weizenart der Erde. Aus ihm werden vorwiegend Mehle, Grieße und Vollkornprodukte gemahlen, die der Herstellung von Brot, Kuchen und Gebäcken dienen.

Aber auch in der Industrie spielt das Getreide eine wichtige Rolle, z. B. bei der Produktion von Stärke, Alkohol oder Weizenmalz.Hartweizen, auch Durumweizen genannt, eine Sorte mit harten, gelblich-glasigen Körnern, findet seine Verwendung im Wesentlichen in die Herstellung von Grieß: Hartweizengrieß ist der Hauptrohstoff der Teigwarenproduktion. Mehl aus Hartweizen ist zum Backen eher weniger brauchbar, da der Teig schwer zu lockern ist.

Zucker oder chemisch Saccharose entsteht bei der Photosynthese und wird von jeder grünen Pflanze produziert. Während die meisten Pflanzen die Saccharose nur für ihr eigenes Wachstum oder als Energiereservenutzen, können Zuckerrohr und Zuckerrübe diese speichern – eine wichtige Voraussetzung für die Zuckergewinnung. Dabei besteht kein chemischer Unterschied zwischen der aus Zuckerrohr und aus Zuckerrüben gewonnenen Saccharose. Zuckerrohr wird heute in Südamerika, Afrika, Asien und Australien angebaut, Zuckerrüben überwiegend in Europa, aber auch in den USA, Kanada und anderen Gebieten in Übersee. Etwa ein Viertel der Weltzuckerproduktion stammt aus der Zuckerrübe.

Zucker gehört zur Familie der Kohlenhydrate und bildet zusammen mit Eiweiß und Fett die Hauptbestandteile unserer Ernährung.

Kohlenhydrate sind notwendige Energielieferanten für alle Bewegungsvorgänge und erhalten die Körpertemperatur. Als einfaches Kohlenhydrat wird Zucker schnell resorbiert und in geistige und körperliche Leistung umgesetzt. Deshalb greifen Sportler und Kinder nach einem höheren Energieverbrauch gern zu zuckerhaltigen Nahrungsmitteln. Zucker ist Genussmittel und Nährstoff zugleich, der jedoch keine Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe enthält. Daher gilt es, wie auch bei Eiweiß oder Fett, jedes Übermaß zu vermeiden. Ein normaler Zuckerverbrauch führt zu keinen gesundheitlichen Risiken, wenn die Ernährung insgesamt ausgewogen und vielseitig ist.

Quelle: Aurora / Diamant Zucker