Tiefkühlprodukte

Das Deutsche Tiefkühlinstitut e.V. hat für 2012 erneut einen Anstieg des Verbrauchs an Tiefkühlkost ermittelt: Satte 41 Kilogramm wurden demnach pro Kopf verzehrt, wozu auch tiefgekühltes Gemüse (TK-Gemüse) einen großen Teil beigetragen hat.

Mehr als 80 Jahre nachdem die ersten wenigen verpackten Tiefkühlprodukte in den Handel kamen, lässt die Auswahl dabei heutzutage quasi keine Wünsche mehr offen. Das Angebot reicht von Klassikern wie Erbsen und Bohnen über Brokkoli- und Blumenkohlröschen bis zu Zuckermais und jungen grünen Sojabohnen. Neben solchen Monoprodukten gibt es diverse Mischungen wie bekannte Leipziger Allerlei, Asia- oder Suppengemüse. Wachsender Beliebtheit erfreuen sich außerdem (Teil-)Fertiggerichte, seien es Sahnespinat, Buttergemüse, Apfel-Rot- oder Grünkohl.

Die Vorteile von TK-Gemüse liegen auf der Hand: Vor allem ist es garantiert frisch und damit nährstoffreich, gesund und aromatisch. Dazu kommen der hohe Convenience-Grad - schließlich entfällt das zeitaufwändige Putzen - und die saisonunabhängige, leichte Vorratshaltung.

Die Voraussetzung dafür liefert der Herstellungsprozess, der exakt durchgeplant ist und von der Ernte bis in die Tiefkühlräume der Betriebe nur wenige Stunden dauert. Gleich nachdem es geerntet wurde, wird das Gemüse in die Fabriken gebracht und dort gewaschen, geputzt und zerkleinert. Egal, ob dies rein maschinell oder zusätzlich noch von Hand erfolgt, darf nur einwandfreie Ware weiterverarbeitet werden. Das bei vielen Gemüsesorten folgende kurze Blanchieren sorgt dafür, dass die natürliche Farbe erhalten bleibt oder sich manchmal sogar intensiviert. Zugleich dient es der mikrobiologischen Sicherheit, die die Hersteller übrigens auch regelmäßig kontrollieren. Anschließend wandert das vorbereitete Gemüse ohne Stopp weiter in die kombinierte Verpackungs- und Gefrieranlage.

Schockfrosten heißt das treffende Zauberwort, denn bei den hier herrschenden Temperaturen von durchschnittlich – 40 Grad Celsius ist alles Gemüse in vier bis maximal 20 Minuten komplett durchgefroren. Mikroorganismen und Enzyme, die Zellstrukturen aufweichen, die natürlichen Farbstoffe abbauen und zum Verderb führen könnten, werden in einen Kälteschlaf versetzt. Optimierte Verfahren und Geräte tragen dazu bei, dass die Energiebilanz von TK-Produkten längst nicht mehr so negativ ausfällt wie früher. Um bei Bilanzen zu bleiben: Immer wieder bestätigen Untersuchungen den geringen Vitaminverlust bei Tiefkühlgemüse. Beispielsweise wiesen tiefgekühlte grüne Bohnen nach einen Jahr Lagerung immer noch 80 Prozent ihres ursprünglichen Vitamin C-Gehaltes auf!

Quelle: DLG-Verbraucherinfo