Fruchtsäfte

Hinter der Bezeichnung Fruchtsaft steckt per Definition der Fruchtsaftverordnung immer ein Fruchtgehalt von 100 Prozent – selbst wenn die 100 Prozent nicht ausdrücklich auf dem Etikett vermerkt sind. Es gibt bestimmte Fruchtarten, deren Saft pur zu genießen ist und aus denen Fruchtsaft angeboten wird. Zu diesen Fruchtarten zählen:

  • Apfel
  • Orange
  • Grapefruit
  • Traube
  • Birne
  • Ananas
  • Mandarine

Andere Fruchtarten sind nicht als purer Fruchtsaft nicht geeignet, z. B. Johannisbeere, Sauerkirche, Mango oder Banane – um nur einige zu nennen. Sie haben entweder einen zu hohen Säuregehalt oder sind in der Konsistenz nicht als Fruchtsaft  geeignet. Sie können aber mit anderen Fruchtsäften kombiniert werden. So sind in den vergangenen Jahren viele neue, innovative Mischungen entstanden, die einfach gut schmecken und die Vielfalt der fruchthaltigen Getränke bereichern.

Fruchtsaft enthält immer ein Fruchtgehalt von 100 Prozent und weder Farb- noch Konservierungsstoffe.

Um für Abwechslung im Saftregal zu sorgen und allen Geschmacksvorlieben gerecht zu werden, finden sich säurereiche Arten, wie Sauerkirsche, Rhabarber oder schwarze Johannisbeere und besonders fruchtfleischhaltige, wie Banane oder Mango als Fruchtnektar im Handel. Sie enthalten je nach Fruchtart mindestens 25 bis 50 Prozent Frucht sowie Wasser und ggf. Zucker oder Honig. Die Mindestgehalte sind in der Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränkeverordnung festgelegt. Aprikosennektar zum Beispiel enthält mindestens 40 Prozent, Johannisbeernektar mindestens 25 Prozent Fruchtsaft und/oder Fruchtmark. Oftmals bieten die Hersteller in Deutschland Fruchtnektare an, deren Fruchtgehalte jedoch über diesen Mindestvorgaben liegen. Farb- und Konservierungsstoffe dürfen auch bei Fruchtnektaren nicht eingesetzt werden.

Fruchtsaftgetränke werden mit und ohne Kohlensäure angeboten. Ihr Hauptbestandteil ist Wasser. Der Fruchtgehalt stammt aus der angegebenen Frucht und liegt mindestens zwischen 6 und 30 Prozent, je nachdem welche Fruchtarten hier die geschmackgebenden Zutaten sind.

So liegt der Fruchtgehalt bei Fruchtsaftgetränken aus

  • Kernobst oder Trauben (oder Mischungen daraus) bei mindestens 30 Prozent,
  • Zitrusfrüchten, wie z. B. Orange (oder Mischungen daraus) bei mindestens 6 Prozent,
  • anderen Früchten (Mischungen daraus) bei mindestens 10 Prozent.

Dazu kommen Trinkwasser oder Mineralwasser, natürliche Fruchtaromen, evtl. Zucker und Genusssäuren, die Geschmack und Frische bringen. Das Etikett gibt Aufschluss über die Zusammensetzung. Die Verkehrsbezeichnung ist "Fruchtsaftgetränk". Sie wird auch durch die Bezeichnung der geschmackgebenden Frucht oder Früchte ergänzt, z. B. Apfel-Fruchtsaftgetränk oder Fruchtsaftgetränk Apfel.

Fruchtsaftschorlen zählen zu den Erfrischungsgetränken. Sie enthalten Fruchtsaft, Fruchtsaftkonzentrat, Fruchtmarkt oder Mischungen daraus sowie Trinkwasser oder natürliches Mineralwasser und Kohlensäure. Apfelsaftschorle ist seit vielen Jahren der Favorit unter den Schorlen aber auch neue Mischungen wie Rote Fruchtsaftschorlen oder Rhabarber-Schorlen sind in Gastronomie und auch im Handel beliebt und das nicht nur an heißen Sommertagen. Der Fruchtgehalt von Fruchtsaftschorlen definiert sich über die Fruchtgehalte von Fruchtnektaren. So beträgt der Mindestfruchtgehalt von Apfelsaftschorlen mindestens 50 Prozent, bei Rhabarberschorle liegt er bei mindestens 25 Prozent.

Quelle: Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie