Mineralwasser

Viele schwören auf in Flaschen abgefülltes, natürliches Mineralwasser. Zu Recht, denn bei Mineralwasser handelt es sich um ein hochwertiges Lebensmittel. Es kommt von der Quelle direkt in die Flasche – und steckt voller Mineralstoffe und Spurenelemente. So bringt das Wasser aus jeder Region eine besondere Kombination an Nährstoffen und Spurenelementen mit – und schmeckt dadurch auch individuell unterschiedlich. In Deutschland gibt es über 250 Quellen, bestimmt gibt es auch in Ihrer Nähe einen Mineralbrunnen. Probieren Sie sich durch die verschiedenen Marken, vielleicht schmeckt Ihnen das Wasser aus Ihrer Region sogar am besten.

Unterirdisch wurde das Wasser nicht nur durch Gestein sauber gewaschen, sondern nimmt tief im Boden auch wertvolle Stoffe wie Calcium oder Magnesium auf.

Quellwasser schließlich unterliegt den selben Regeln wie das Trinkwasser und muss aus einer unterirdischen Quelle abgefüllt werden. Allerdings müssen keine Grenzen für Mineralstoffe oder ähnliches eingehalten werden. Doch nicht jedes Wasser, das in Flaschen verkauft wird, ist auch natürliches Mineralwasser direkt aus der Quelle.

Steht auf dem Etikett Tafelwasser, kauft man sich industriell gemischtes Wasser. Die Hersteller kombinieren Wasser aus verschiedenen Quellen, dabei dürfen auch etwa Meerwasser oder Mineralstoffe hinzugefügt werden. Das ist jedoch kein Zeichen für schlechte Qualität, denn auch Tafelwasser unterliegt der Trinkwasserverordnung. Tafelwasser bekommt man auch oft in Restaurants serviert, wenn man Wasser bestellt. Da die Hersteller den Geschmack von Tafelwasser genau bestimmen können, wird es außerdem als Basis für Erfrischungsgetränke verwendet.

Schließlich gibt es noch das Heilwasser. Es besitzt eine besonders gesunde und wertvolle Kombination aus Mineralstoffen und Spurenelementen und gilt sogar als Arzneimittel, seine Wirkung bei gewissen Leiden ist wissenschaftlich nachgewiesen. Heilwässer können zum Beispiel den Kreislauf oder das Herz gesundheitlich unterstützen.

Wasser erfüllt wichtige Funktionen in unserem Körper. So etwa beim Stoffwechsel. Die Flüssigkeit in unserem Körper arbeitet wie ein ausgeklügeltes Transportsystem: Sie bringt Nährstoffe in die Zellen und transportiert Abbauprodukte sowie Salze wieder ab. Wasser ist außerdem wichtig für unseren Wärmehaushalt. Es hilft dabei, die Körpertemperatur konstant zu halten. Erhält der Organismus zu wenig Wasser, spüren wir die Auswirkungen meist sehr schnell: Das Absacken des Blutdrucks, ein Rückgang der Leistungsfähigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten sind nur einige mögliche Symptome. Doch diese lassen sich durch ausreichendes Trinken vermeiden. Empfohlen wird, täglich anderthalb bis zwei Liter zu trinken, und dies möglichst gleichmäßig über den Tag verteilt. Auch zur Mahlzeit sollten Sie das Getränk nicht vergessen. Es macht die Nahrung leichter verdaulich und Ballaststoffe können ihre Wirkung besser entfalten. Das stärkt das Wohlbefinden und verhindert unangenehme Folgen von Flüssigkeitsmangel.

Nicht nur die Flüssigkeit an sich, auch die Inhaltsstoffe des Wassers unterstützen den Körper in seinen Funktionen. Dies hier sind die wichtigsten Spurenelemente und Mineralstoffe des Wassers und ihre Wirkungen auf den Körper:

  • Calcium stärkt vor allem die Knochen und Zähne, aber auch die Körperzellen und das Nervensystem. Wasser darf als calciumreiches Wasser bezeichnet werden, wenn 150 mg Calcium pro Liter enthalten sind.
  • Magnesium aktiviert den Energiestoffwechsel, fördert das Knochenwachstum und unterstützt die Muskelfunktion. Magnesium ist wichtig bei intensiven körperlichen Tätigkeiten, magnesiumreiches Mineralwasser muss 100 mg Magnesium pro Liter enthalten.
  • Natrium ist wichtig für die Muskelreizbarkeit, bei einem Mangel kann es zu Schwäche oder Übelkeit kommen. Nach einer Magen-Darm-Erkrankung kann Natrium wichtig sein. Natriumhaltiges Mineralwasser muss 200 mg oder mehr enthalten.
  • Chlorid ist für die Verdauung wichtig und regelt mit dem Natrium gemeinsam den Wasserhaushalt. Wasser mit 200 mg Chlorid pro Liter gilt als chloridhaltig.
  • Sulfate tragen zur Festigkeit von Haaren und Haut bei. Wasser mit 200 mg Sulfat oder mehr gilt als sulfathaltig.
  • Hydrogencarbonat oder Bicarbonat steckt in den Salzen in der Kohlensäure und reguliert den Säure-Basen-Haushalt. Ab 600 mg pro Liter spricht man von einem bicarbonathaltigen Wasser.

Welche Inhaltsstoffe im Wasser vorhanden sind, muss auf dem Etikett auf der Flasche ausgewiesen sein. Dort ist auch die Quelle verzeichnet, aus der das Wasser stammt.

Quelle: Chefkoch-Portal